Keine Zeit für die Meditation?

Keine Zeit für Meditation?

Genau dieser Gedanke schwirrt vielen in ihrem Kopf herum. Ihnen auch?
Wir nehmen uns oft vor Meditation in unseren Alltag einzubauen. Oft kommen aber auch viele andere Dinge dazwischen und das führt zu erneuten „besseren“ Vorsätzen. Diese Vorsätze werden meist wieder gebrochen und so kommen wir in eine endlose Spirale von Unzufriedenheit und dem Bedürfnis nach Besserung, in der wir verloren gehen. Aus dieser Spirale kann man aber einen Ausweg finden, denn Meditation im Alltag ist gar nicht so schwer.



Wie kann man Meditation ganz einfach in den Alltag integrieren?
Sie lesen richtig „ganz einfach“ ist hier sehr bewusst die Wortwahl. „Bewusst“ ist auch ein Wort, was Sie „ganz einfach“ die Meditation in den Alltag integrieren lässt.
Es gibt viele verschiedene Alltagssituationen, in denen Sie sich der Meditation widmen können.

Spüren sie morgens beim Zähneputzen jeder Bewegung ihrer Zahnbürste durch den Mund bewusst nach. Auf dem Weg zur Arbeit mit der KVB (wenn Sie wie wir in Köln leben) oder auf dem Fahrrad konzentrieren Sie sich bewusst auf ihren Atem und die Wahrnehmungen in ihrem Körper. Atmen Sie tief durch und sammeln Sie Ihre Sinne. Auch an der roten Ampel. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem, auf die Gerüche, die Sie wahrnehmen, anstatt sich darüber zu ärgern, dass schon wieder rot ist. Das „stille Örtchen“ ist der perfekte stille Ort und Ihre 2 Minuten, um immer wieder von 1 bis 7 zu zählen und so Ihren Geist zu sammeln. Auf dem Weg nach Hause achten Sie auf die Umgebungsgeräusche, hören Sie die Vögel oder das Rascheln im Laub? Meditation ist sogar beim Putzen möglich. Nach dem Abendessen beim Wischen des Tisches fühlen Sie einmal ganz genau hin, wie Ihre Hände den Tisch und den Lappen wahrnehmen.

Sehen Sie, es gibt viele Gelegenheiten, selbst in einer geschäftigen Stadt wie Köln, und wenn Sie nur eine davon nutzen, dann haben Sie schon ihr Vorhaben der täglichen Meditation erfüllt.
Und auf jedem einzelnen dieser bewussten Momente lassen sich weitere aufbauen.

Nyingma Zentrum für Buddhismus, Yoga und Meditation in Köln, 19.01.2016